Erinnert sich noch jemand an "Fräulein"?
Es ist eine (gar nicht so) alte Bezeichnung, und wurde bei Ansprache von Frauen verwendet die jung, und vor allen Dingen unverheiratet waren. Außerdem wurde das "Fräulein" zur Standard-Anrede von Serviererinnen wie Verkäuferinnen etc etc, da bei diesen angenommen wurde, dass sie nicht verheiratet sein konnten. Immerhin arbeiten sie, und es war so das Prozedre, dass das eine verheiratete Frau NICHT tat. Und machen arbeitstätigen Frauen, wie Leherinnen, waren sogar vom Gesetz her verpflichtet nicht verheiratet zu sein
Diese Bezeichnung, wie spätestens in den 70er Jahren Feministinen bemerkten, war eher degradiered. Sie unterschied klar zwischen verheirateten und unverheirateten Frauen - das Aufsteigen zu einer vollwertigen "Frau" vom verniedlichten "Fräulein" war nur möglich durch Heirat. Außerdem hieß es "das" Fräulein, und diese Frauen wurden so zu etwas sachlichem, einem Beitzstand.
Nun, langer Rede kurzer Sinn, das Fräulein hat den Test der modernen Gesellschaft nicht bestanden. Frauen auf ihren Ehe-Status zu reduzieren ist nicht akzaptabel.
Und jetzt zu meiner Überleitung: Homosexuelle auf ihre Homosexualität zu reduzieren ist durchaus akzeptabel
Aber lieber Sebastian wie kommst du denn da drauf?
Einfach weil, und es mag noch so dumm klingen: kein Bindestrich bei angenommenem Doppelnamen nach einer Verpartnerschaftlichung (Unwort des Jahres, im Ernst!) zeigt dann sogar am Nachnamen welche Sexualität der/die Träger_in des Namens hat.
Die Partnerschaft ist bei weitem nicht der Ehe gleichgestellt. Vielmehr kommt es mir vor, dass es mithilfe halbherziger Anreize darum geht, dass sich glückliche homosexuelle Paare öffentlich als homosexuell erfassen lassen.
Klingt vielleicht paranoid, und vielleicht würde jetztige Politiker solche sensiblen Daten nicht verwerten. Aber bei der Zunahme an FPÖ-Wählern, und derartig offen formulierten Homophobien kommt vielleicht eine Zeit in der man sich als "offizieller Homosexueller" wieder mehr fürchten muss.
Auf Bald
Sebastian
Posts mit dem Label Gesellschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gesellschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Montag, 8. Februar 2010
Sonntag, 31. Januar 2010
Wehe dem, der sich engagiert!
Kürzlich (oder vor längerem, sucht es euch aus) saß ich mit Freunden und Bekannten zusammen, und bekannte mich zu meinem Altruismus. Ich habe es gewagt, aus der Anonymität in die kalte Welt der Öffentlichkeit:
Ich leiste freiwillige Vereinsarbeit.
Und noch schlimmer: Dieser Verein hat keinen rein selbst-erhalteten Nutzen, sondern will Erziehen.
Die Rede is von den Pfadfindern und Pfadfinderinnen, ich bin so einer. Ich leite, nicht alleine, eine Gruppe von Kindern und das Ziel der Altergruppe die ich leite ist es, sich zu entwickeln. Dabei geht es nicht darum, dass sie unbedingt Pfadfinderei lernen, sondern vorrangig sich selbst entfalten, sich selbst kennen lernen und beurteilen können. Das Motto lautet "So gut ich kann" und die bevorzugte Methode ist das Spiel.
Der Unterschied zu (ja durchaus notwendigen, und nicht minderwertigeren) Vereinen wie Sport - oder Tradtionsvereinen ist, dass hier kein direkter Selbstzweck vorliegt. Meiner Meinung nach natürlich.
Und eine solche freiwillige Arbeit ist verpönt. Wird belächelt. Und das tollste ist: Oft wird einem vermittelt, dass man dafür halt sonst im Leben nicht viel macht. Denn andere haben für soetwas keine Zeit. Und das sagen sie auch, mit einem betonten "Also ich hab für so etwas keine Zeit". Das erleben alle Menschen, die freiwillige Arbeit machen immer wieder. Und ich verstehe es nicht.
In Tirol ist die (Mit)Arbeit in Traditionsvereinen sehr angesehen. Das freut mich. Und Sportvereine bringen den Kindern wichtige Dinge bei. Wie B-e-w-e-g-u-n-g. Ganz ohne Sarkastisch zu sein, vielen wird das in der Schule (siehe Lieblingfach das anno-dazumal gekürzt wurde: Turnen) oder daheim nicht mitgegeben.
Aber wenn es um einen Vereine, wie Jungschar, Pfadfinder oder Ähnliches geht, da kommen oft die Fragen "Ja und was macht man da?". Oder noch Besser: "Und was bringt das?".
Es bringt viel. Aber es würde noch viel mehr bringen, wenn es mehr Menschen geben würden die sich ihrer Aufgabe des "Verantwortungsbewussten Lebens in der Gemeinschaft" stellen würden, und sich engagieren würden. So viele Menschen sind gefangen in ihrem Leben. Sehen alle Aspekte von ihrer Perspektive, und wenn jemand Aufmerksamkeit erlangt, dann Freunde oder Familie.
Ich vertrete die Meinung, dass JEDER und JEDE etwas in seinem Leben tun sollte, sich einer Aufgabe stellten sollte die über den persönlichen Kreis der Freunde und Verwandten hinaus geht. Denn das würde uns allen soviel helfen. ALLEN. Und es wäre sehr viel besser, als einfach nur immer "vor seiner eigenen Haustüre zu kehren".
Dabei geht es nicht um Selbstaufgabe! Es geht um die vielen Vereine (Traditions-, Sport-, Erzieherisch-Tätigen, Polit-, Sozial-, Was-auch-immer-Vereine) die immer mehr mit dem allgemeinen Nicht-Engagement zu kämpfen haben.
Und wenn es so weiter geht, dann haben wir bald gar keine Kultur, keine Gesellschafft und auch keine GEMEINSCHAFT mehr.
Sebastian
Ich leiste freiwillige Vereinsarbeit.
Und noch schlimmer: Dieser Verein hat keinen rein selbst-erhalteten Nutzen, sondern will Erziehen.
Die Rede is von den Pfadfindern und Pfadfinderinnen, ich bin so einer. Ich leite, nicht alleine, eine Gruppe von Kindern und das Ziel der Altergruppe die ich leite ist es, sich zu entwickeln. Dabei geht es nicht darum, dass sie unbedingt Pfadfinderei lernen, sondern vorrangig sich selbst entfalten, sich selbst kennen lernen und beurteilen können. Das Motto lautet "So gut ich kann" und die bevorzugte Methode ist das Spiel.
Der Unterschied zu (ja durchaus notwendigen, und nicht minderwertigeren) Vereinen wie Sport - oder Tradtionsvereinen ist, dass hier kein direkter Selbstzweck vorliegt. Meiner Meinung nach natürlich.
Und eine solche freiwillige Arbeit ist verpönt. Wird belächelt. Und das tollste ist: Oft wird einem vermittelt, dass man dafür halt sonst im Leben nicht viel macht. Denn andere haben für soetwas keine Zeit. Und das sagen sie auch, mit einem betonten "Also ich hab für so etwas keine Zeit". Das erleben alle Menschen, die freiwillige Arbeit machen immer wieder. Und ich verstehe es nicht.
In Tirol ist die (Mit)Arbeit in Traditionsvereinen sehr angesehen. Das freut mich. Und Sportvereine bringen den Kindern wichtige Dinge bei. Wie B-e-w-e-g-u-n-g. Ganz ohne Sarkastisch zu sein, vielen wird das in der Schule (siehe Lieblingfach das anno-dazumal gekürzt wurde: Turnen) oder daheim nicht mitgegeben.
Aber wenn es um einen Vereine, wie Jungschar, Pfadfinder oder Ähnliches geht, da kommen oft die Fragen "Ja und was macht man da?". Oder noch Besser: "Und was bringt das?".
Es bringt viel. Aber es würde noch viel mehr bringen, wenn es mehr Menschen geben würden die sich ihrer Aufgabe des "Verantwortungsbewussten Lebens in der Gemeinschaft" stellen würden, und sich engagieren würden. So viele Menschen sind gefangen in ihrem Leben. Sehen alle Aspekte von ihrer Perspektive, und wenn jemand Aufmerksamkeit erlangt, dann Freunde oder Familie.
Ich vertrete die Meinung, dass JEDER und JEDE etwas in seinem Leben tun sollte, sich einer Aufgabe stellten sollte die über den persönlichen Kreis der Freunde und Verwandten hinaus geht. Denn das würde uns allen soviel helfen. ALLEN. Und es wäre sehr viel besser, als einfach nur immer "vor seiner eigenen Haustüre zu kehren".
Dabei geht es nicht um Selbstaufgabe! Es geht um die vielen Vereine (Traditions-, Sport-, Erzieherisch-Tätigen, Polit-, Sozial-, Was-auch-immer-Vereine) die immer mehr mit dem allgemeinen Nicht-Engagement zu kämpfen haben.
Und wenn es so weiter geht, dann haben wir bald gar keine Kultur, keine Gesellschafft und auch keine GEMEINSCHAFT mehr.
Sebastian
Dienstag, 26. Januar 2010
Lieber Leser und LeserER
Heute beginnt für mich ein neuer Tag des Genders!
Ein vollkommen neuer Tag, und alles wegen des Matriarchats.
Nachdem ich mich (nicht sehr eingehend, Asche auf mein Haupt!) mit dem Begriff Matriarchat und Patriarchat auseinandergesetzt habe, halte ich traditionelles Gendern für überholt.
Das Matriarchat möge Hochleben, liebe Leser und Lerserer, ab heute ernenne ich Leser ein seiner Grundform zu weiblich, es möge ab jetzt kein Männlich mehr beinhalten.
Wen das Matriarchat und die Matriarchatsforschung interessiert, sollte sich an Texten von z.b. Claudia von Werlhof orientieren. Man möge diese mit einem kritischen Auge lesen, und sich aneignen was gut und richtig erscheint. Denn einiges ist daran richtig, wenn wir das Patriarchat als schädlich für unsere Gesellschafft sehen - aber vielleicht nicht unbedingt (dennoch aber bedingt) als Frauenunterdrückend ansehen.
Ich habe hier nicht direkt das Ziel, irgendjemanden zu foppen, vielmehr finde ich die vorstellung, dass wir die Grundform (Oder eher Grundbedeutung?) eines Wortes generell auf die Frau beziehen könnten faszinierend. Wieweit würde das unsere Sichtweise auf Dinge änder, wenn wir von klein auf von Politikern und Politkerern, von Forschern und Forscherern und Sekretären und Sekretäreren erzählt bekommen würden. Vielleicht gar nicht, denn der Vergleich würde uns fehlen. Liegt gerade darin die Kraft, Macht und Möglichkeit des Gendern. Dass wir den nicht-gegenderten Vergleich kennen? Das würde doch gerade den Gender-Gegner ein Argument bringen. Gendern hebt hervor, rückt die Frau auf selbstsüchtige Weise ins Rampenlicht.
Alles Quatsch sage ich, liebe Leser und Lerserer.
1) Das neue Gendern hebt den Mann herraus
2) Gendern muss man solange die Grundform NICHT männlich und weiblich beinhaltet
Over and Out
(Bitte berichtigt mich in meiner Unwissenheit!)
Ein vollkommen neuer Tag, und alles wegen des Matriarchats.
Nachdem ich mich (nicht sehr eingehend, Asche auf mein Haupt!) mit dem Begriff Matriarchat und Patriarchat auseinandergesetzt habe, halte ich traditionelles Gendern für überholt.
Das Matriarchat möge Hochleben, liebe Leser und Lerserer, ab heute ernenne ich Leser ein seiner Grundform zu weiblich, es möge ab jetzt kein Männlich mehr beinhalten.
Ich habe hier nicht direkt das Ziel, irgendjemanden zu foppen, vielmehr finde ich die vorstellung, dass wir die Grundform (Oder eher Grundbedeutung?) eines Wortes generell auf die Frau beziehen könnten faszinierend. Wieweit würde das unsere Sichtweise auf Dinge änder, wenn wir von klein auf von Politikern und Politkerern, von Forschern und Forscherern und Sekretären und Sekretäreren erzählt bekommen würden. Vielleicht gar nicht, denn der Vergleich würde uns fehlen. Liegt gerade darin die Kraft, Macht und Möglichkeit des Gendern. Dass wir den nicht-gegenderten Vergleich kennen? Das würde doch gerade den Gender-Gegner ein Argument bringen. Gendern hebt hervor, rückt die Frau auf selbstsüchtige Weise ins Rampenlicht.
Alles Quatsch sage ich, liebe Leser und Lerserer.
1) Das neue Gendern hebt den Mann herraus
2) Gendern muss man solange die Grundform NICHT männlich und weiblich beinhaltet
Over and Out
(Bitte berichtigt mich in meiner Unwissenheit!)
Labels:
Gesellschaft,
Gleichberechtigung,
Politik
Abonnieren
Posts (Atom)